die habergoaß ist ihrer sinngebung nach ein tier, dessen bedeutung in mythologische zeit zurückreicht. immer ist sie zu schabernack aufgelegt. gerne stößt sie die leute, tritt ihnen auf die füße, zwängt sich ungestüm durch gruppen von zuschauern, dann wieder spritzt sie plötzlich den zuschauern “milch” ins gesicht oder benimmt sich sonst irgendwie unmanierlich.karl zinnburges gibt den brauch, dass mütter am abend im beisein der kinder eine schüssel mit milch auf den küchentisch stellen, und einen löffel für die “hoberngoaß” dazulegen. (es gibt auch erzählungen, dass man sieben kleine löffel dazulegen muss, es gibt auch archivbilder wo sieben burschen in einer haberngoaß stecken). am morgen wenn die kinder aufstehen laufen sie natürlich als erstes zur schüssel um nachzusehen, ob die milch noch da ist oder nicht. sonja benatzkyin schörfling läuft die haberngoas beim krampusumzug mit. sie ist aber bei verschiedenen brauchtumsumzügen dabei, bei der drischleg, beim brecheltanz, krampusumzüge und beim aperschnalzen. in bayern bezeichnete man gerne den letzten beim hafer(haber)schneiden als habergoaß. und du lieber leser “wenn’st net sofort brav bist, kimmt die habergoaß und holt di!”, brauch zu weihnachten: großmutter hat immer gesagt, daß in den rauhnächten keine wäsche auf der leine hängen darf. weil da kann dann die “hobangoaß” nicht durch und hängt sich auf!” |
kurzer textausschnitt von einem landler:
hibasgoan hobasgoan, da bua dea is narrisch woan, is üba donau gfoan hod an strähn goan valoan d’fischa haumd nochigfischt, haum den strähn goan dawischt, da fischa hod si narrisch gfreid und gfreid si nu heit
hibangoaß hobangoaß d’leid haum gschaud, lusti woas, steht da bua bei da dian schaut a weng und schreit ois wia
duad ois wia a hoiba nua, wei de gaunze gschicht wias woa, und des hod er a scho gwißt, ned ummasunst gwen ist
hiaso heraso…
gestan haumma dau a weng und heid damma a, und moang weam wieda doa und üwamoang a bei uns auf da bruck gegena d’leid fiaranaund, de oan hi de oan he, de oan stengan ummanaund


Posted on Oktober 23rd, 2009 von admin
Filed under: Volksglaube
die habergoaß ist ihrer sinngebung nach ein tier, dessen bedeutung in mythologische zeit zurückreicht. immer ist sie zu schabernack aufgelegt. gerne stößt sie die leute, tritt ihnen auf die füße, zwängt sich ungestüm durch gruppen von zuschauern, dann wieder spritzt sie plötzlich den zuschauern “milch” ins gesicht oder benimmt sich sonst irgendwie unmanierlich.

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